Robert beschloss, seine Mutter in ein Pflegeheim zu geben. Doch die Worte seiner Tochter gaben ihm zu denken

Es kommt im Leben oft vor, dass sich schlimme Ereignisse häufen. Und wir wissen nicht, wie wir damit umgehen sollen. Dann versuchen wir, das loszuwerden, was uns daran hindert, ein friedliches Leben zu führen. Manchmal sind es unsere Familienmitglieder. Als Erwachsene erinnern sich nur wenige von uns daran, wie unsere Eltern für uns gesorgt und uns ihre Liebe gegeben haben, als wir klein waren. Wir hören auf, dankbar zu sein und vergessen völlig, dass auch unsere Lieben Unterstützung und Fürsorge brauchen.

Robert hatte mit vielen Problemen zu kämpfen. Er hatte eine arbeitslose Frau, eine Tochter und eine kranke Mutter.

Die Monate vergingen. Sie lebten auf engstem Raum zusammen. Und seine Frau ließ keine Gelegenheit aus, ihn daran zu erinnern, dass er es ihnen schon vorher schwer gemacht hatte, wobei seine Schwiegermutter noch hinzukam.

Sie kamen überein, dass es das Beste wäre, ihre Mutter in ein Pflegeheim zu geben. Dort würde man sich um sie kümmern, und vor allem hätte man mehr Platz im Haus.

Also nahm der Sohn seine Mutter und fuhr sie dorthin. Die Frau war die ganze Fahrt über still. Natürlich verstand sie nicht, wie so etwas möglich sein konnte, schließlich halten die Menschen in der Not zusammen, aber ihr Sohn handelte genau das Gegenteil. Er beschloss, sich der Person zu entledigen, die ihm am nächsten stand. Stattdessen fuhr die Tochter, die er mitnahm, den ganzen Weg und fragte ihren Vater fröhlich etwas.

Und dann, als sie ihre Großmutter ansah, sagte sie:

– Papa, wie lautet die Adresse dieses Hauses?
– Welches Haus, Tochter?
– Na ja… Wohin gehst du mit deiner Großmutter?
– Was willst du denn machen?
– Du wirst auch eines Tages alt sein, also bringe ich dich hierher.

Der Mann hielt den Wagen an. Er hatte nicht erwartet, solche Worte von seiner Tochter zu hören. In diesem Augenblick
fühlte er den Schmerz, den seine Mutter den ganzen Weg über empfunden hatte.

Dann drehte der Mann um und fuhr nach Hause. Es war eng, aber seine Mutter war da. Er entschuldigte sich bei ihr dafür.

Wenn seine Tochter nicht gewesen wäre, hätte er eine Dummheit begangen.

 

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