Der Ehemann, der die Krankenhausentlassung ruinierte.

Ein Mann, der die Entlassung aus dem Krankenhaus ruinierte.

Ich habe eine Schwester, die kürzlich einen Jungen zur Welt gebracht hat. Da wir in einer anderen Stadt leben, machten wir uns früh auf den Weg, um rechtzeitig zu ihrer Entlassung anzukommen.

Zuerst fuhren wir zum Haus meiner Schwester. Ihr Mann war in ausgelassener Stimmung und wirkte, als hätte er die Geburt des Sohnes ausgiebig gefeiert. Sein Freund bereitete belegte Brötchen vor, und die Küche war schmutzig und roch unerträglich.

Ich versuchte, ein wenig aufzuräumen und etwas zu kochen. In der Zwischenzeit lud er alle Verwandten ein, sich zu entspannen. Aber wo? In der dreckigen Küche mit belegten Brötchen? Mein Mann blies Luftballons auf und warf mir nervöse Blicke zu.

Zwei Stunden später brachen wir auf. Jeder fuhr mit seinem eigenen Auto. Der Mann meiner Schwester erwähnte, dass er unterwegs noch in den Blumenladen wollte.

Nahe der Geburtsklinik warteten alle Verwandten, nur der Vater des Neugeborenen fehlte. Meine Schwester kam nicht heraus, weil ihr Mann versprochen hatte, die nötigen Sachen für die Entlassung mitzubringen. Wir warteten etwa eine Stunde, aber er kam nicht.

Es stellte sich heraus, dass er zuerst die Sachen vergessen hatte, dann den Blumenstrauß und anschließend eine Stunde im Stau stand. Meine Schwester wurde zwei Stunden später entlassen, mein Mann und ich beschlossen, gar nicht erst zu ihnen nach Hause zu fahren. Das Baby war klein und brauchte Ruhe. Wir sahen, dass die junge Mutter sehr müde war, aber der Vater blieb hartnäckig. Er drängte uns hinein und meinte:

– Unsere Verwandten bleiben bis in die Nacht bei uns.

Nach unserer Ankunft ging meine Schwester in ihr Schlafzimmer, schloss die Tür und schlief ein. Am nächsten Morgen stand sie auf und begann zu putzen. Ihr Mann konnte vor Kater nicht einmal den Kopf vom Kissen heben.

Ich weiß nicht, was ich gemacht hätte, wenn mir solch ein Empfang bereitet worden wäre. Nun, der Mann meiner Schwester ist ein guter Kerl, aber diesmal hat er nicht mal daran gedacht, ob sie überhaupt feiern wollte. Egoist!

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