Warum wollt ihr das, Mama?.. Seit ich aus Italien zurück bin, höre ich nur diesen Satz. — Warum wollt ihr das, Mama? Anfangs habe ich nicht darauf geachtet. Ich dachte, meine Tochter macht sich einfach Sorgen. Vielleicht denkt sie, ich sei nach der langen Reise erschöpft, oder sie will mich vor unnötiger Mühe bewahren. Aber mit der Zeit habe ich verstanden: Hinter diesen Worten steckt überhaupt keine Fürsorge. Da war etwas anderes — eine seltsame, stille Überzeugung, dass mein eigenes Leben schon vorbei ist und ich jetzt einfach still im Hintergrund ihres Familienglücks existieren soll. Ich habe zwanzig Jahre in Italien gearbeitet. Nach Hause kam ich selten. So hat sich das Leben ergeben. Ich wurde früh Witwe, mein Kind mit dem kleinen Gehalt im Dorf durchzubringen war unmöglich, also habe ich diesen Schritt gewagt. Und dort, in Italien, traf ich nach ein paar Jahren einen guten Menschen, Marcello. Wir haben viele Jahre in Harmonie und Respekt zusammengelebt. Nichts Beschämendes sehe ich darin, auch wenn ein paar Klatschbasen im Dorf hinter meinem Rücken getuschelt haben. Jeder hat sein Schicksal. Als Marcello starb, ging das Haus an seine Verwandten über, und ich spürte: Meine Mission dort war beendet. Es war Zeit, nach Hause zurückzukehren. In diesen Jahren habe ich mir hier in Deutschland ein großes, schönes Haus verdient. Ich habe meiner Tochter Andrea, meinem Schwiegersohn Markus und den Enkeln geholfen. Ich habe den Kindern Autos gekauft und der ältesten Enkelin Alina eine eigene Wohnung in der Stadt, weil sie bald heiratet. Ich habe nie gezählt, wie viele tausend Euro ich in diesen zwanzig Jahren überwiesen habe. Wenn sie etwas brauchten – für die Ausbildung, für Renovierungen, für neue Möbel oder für den Urlaub – habe ich nicht einmal gefragt: „Wozu braucht ihr das?“ Wollten sie etwas – ich kaufte es. Träumten sie – ich half.
Seit ich aus Italien zurück bin, höre ich nur diesen Satz. Er folgt mir
Und wozu braucht ihr das, Mama?.. Seit ich aus Italien zurück bin, höre ich nur diesen Satz. — Und wozu braucht ihr das, Mama? Zuerst habe ich nicht darauf geachtet. Ich dachte, meine Tochter macht sich einfach Sorgen. Vielleicht denkt sie, ich sei müde von der langen Reise, oder sie will mich vor unnötiger Mühe bewahren. Aber mit der Zeit verstand ich: Hinter diesen Worten verbirgt sich keine Fürsorge. Es war etwas anderes – eine seltsame, stille Überzeugung, dass mein eigenes Leben bereits zu Ende sei und ich jetzt einfach still im Hintergrund ihres Familienglücks existieren solle. Ich habe zwanzig Jahre in Italien gearbeitet. Nach Hause kam ich selten. So ergab es sich. Ich wurde früh Witwe, konnte mein Kind mit dem kleinen Gehalt im Dorf nicht durchbringen, also wagte ich diesen Schritt. Und dort, in Italien, traf ich nach einigen Jahren einen guten Menschen, Marcello. Wir lebten viele Jahre in Harmonie und Respekt zusammen. Daran sehe ich nichts Beschämendes, obwohl ein paar Dorftratschbasen hinter meinem Rücken tuschelten. Jeder hat sein Schicksal. Als Marcello starb, ging das Haus an seine Verwandten, und ich fühlte, dass meine Mission dort beendet war. Es war Zeit, nach Hause zurückzukehren. In diesen Jahren habe ich mir hier in Deutschland ein großes, schönes Haus verdient. Ich habe meiner Tochter Anna, meinem Schwiegersohn Klaus und den Enkeln geholfen. Ich kaufte Autos für die Kinder und für meine älteste Enkelin Lena eine eigene Wohnung in der Stadt, weil sie bald heiratet. Ich habe nie gezählt, wie viele tausend Euro ich in diesen zwanzig Jahren überwiesen habe. Wenn sie etwas brauchten – fürs Studium, für Renovierungen, für neue Möbel oder für den Urlaub – habe ich nicht einmal gefragt: ‘Wozu braucht ihr das?’ Wollten sie etwas, kauften sie. Träumten sie, half ich.
— Wozu denn das, Mama?.. Seit ich aus Italien zurück bin, höre ich nur
– Na, was ist noch vom Fest übrig? Ich muss meine Tochter füttern! – Die Tante musterte den Tisch mit gieriger Besorgnis.
**Diary-Eintrag, ein paar Tage später** Ich kann es immer noch nicht ganz fassen, was
– Na, was ist noch vom Fest übrig? Ich muss meine Tochter noch füttern! – Die Tante musterte den Tisch mit gieriger Besorgnis.
„Also, was ist noch vom Fest übrig? Ich muss meine Tochter füttern!“ – Tante
Schwächling und SuperdackelDer Schwächling staunte, als der Superdackel mit einem einzigen Bellen die fiese Nachbarskatze in die Flucht schlug.
Klara sah keine wirkliche Schuld bei sich. Na gut, einmal hat sie sich nicht
Der Schwächling und der SuperdackelDer Schwächling traute seinen Augen nicht, als der Superdackel mit einem Sprung den wild gewordenen Mähdrescher stoppte.
Eigentlich sieht Gisela keine Schuld bei sich. Ich verstehe das. Sie riss einmal an
Frost auf dem HerzenEr spürte die Kälte tiefer als je zuvor, als ihr Blick ihn ohne ein Wort durchdrang.
Es war Silvester. Der 31. Dezember. Ein freier Tag. Mittags. Draußen war der tiefste
Frost im HerzenDie Kälte griff tiefer, bis selbst die Erinnerung an Wärme zu einem fernen, undeutlichen Flüstern verblasste.
Es war Silvester, der 31. Dezember, ein freier Tag, mitten am Tag. Draußen herrschte
Der StilleEr saß stets allein im Hintergrund der Schulklasse, doch niemand ahnte, was in seinem Kopf vor sich ging.
Gertrud Schäfer lebte am Rand einer kleinen Stadt in einem eigenen Haus, umgeben von
StillerStiller zögerte kurz, dann trat er doch einen Schritt auf die grell erleuchtete Bühne des Münchner Oktoberfestzelts.
Gertrud Bäuerle lebte am Stadtrand von Bad Soden in einem Einfamilienhaus mit einem großen