– Victoria, warte.
Das Mädchen drehte sich in Richtung der Stimme. Sie wusste, dass Robert wieder vor dem Haus auf sie wartete.
– Du schon wieder, ich habe es satt. Du bist immer hier! sagte sie.
Robert reichte ihr schüchtern die Blumen.
– Ich wollte dich nur sehen.
Victoria nahm die Blumen zögernd entgegen und atmete schwer.
– Was soll ich nur mit dir machen? Versteh doch, dass zwischen uns nichts passieren wird! – sagte sie wütend. Ich sage dir jeden Tag das Gleiche. Du bist wie ein Kind.
– Ich kann nicht anders handeln. Vielleicht geht es eines Tages vorbei.
– Es wird nicht vorübergehen, solange du mir hinterherläufst. Ich habe es dir schon hundertmal gesagt! Du bist nichts für mich!
– Reg dich nicht auf, mein Schatz, das steht dir nicht. “Süße Träume”, sagte er.
– Und ich bin nicht deine Süße! rief Victoria.
Robert verliebte sich sofort in Victoria. Sie kam in ihre Schule, als er in der siebten Klasse war. Seitdem saß sie in derselben Bank wie er. Das Mädchen mochte Robert auch und sie gingen überall zusammen hin.
Und nun, da sie die Schule beendet hatten, hatte sich Victoria sehr verändert. Sie sah Robert nicht mehr neben sich.
“Wie kann das sein?” dachte er.
Er hatte gesehen, wie seine Victoria von anderen Jungen nach Hause gefahren wurde. Dies zu beobachten, war für ihn schmerzhaft. In solchen Momenten schwor er sich, dass er ihr nie wieder nachlaufen würde. Doch am nächsten Tag trugen ihn seine Füße bis zur Schwelle von Victorias Haus.
Victoria wusste im Voraus, dass Robert auf einer Bank in der Nähe des Eingangs sitzen würde. Sie hoffte, dass er, wenn er sie mit einem anderen Mann sehen würde, sie endlich in Ruhe lassen würde.
– Warum sitzt du jede Nacht hier? Wartest du auf jemanden?
Robert hob seinen Blick und sah das Mädchen vor sich. Ihm fielen sofort ihr feuerrotes Haar und die Sommersprossen auf, die nur sie zierten. Wenn sie lächelte, sah sie unglaublich bezaubernd aus. Neben ihr lief ein Hund, der genauso rot war wie sie.
Er lächelte und sagte:
– Ich warte auf das Glück. Aber es ist nicht da…
– Vielleicht suchst du es an der falschen Stelle…. Vielleicht solltest du spazieren gehen und nach ihm suchen? Moniek und ich kommen jeden Tag hierher. Möchten Sie sich uns anschließen? Wir werden unser Glück zu dritt versuchen.
Robert schaute zu den Fenstern von Victorias Wohnung, dann stand er auf und sprach entschlossen:
– ‘Weißt du, ich bin dabei.
WiKtoria war ziemlich überrascht. Es war wohl das erste Mal, dass sie Robert nicht auf der Bank fand. Sie verlangsamte ihren Schritt, aber es war niemand da. Victoria ging zu der Bank hinüber, auf der Robert immer saß.
– Sie ist leer, dachte sie bei sich.
Dann hörte sie einen Hund bellen. Dann fiel ihr Blick auf zwei Gestalten. Von weitem konnte sie Robert und das Mädchen sehen.
Victoria war eifersüchtig. Es war das erste Mal, dass Robert sie nicht getroffen hatte. In der Seele des Mädchens herrschte Leere….