Nach fünf Jahren Ehe war die Frau meines Bruders immer noch eine Fremde für uns, bis zu einem kürzlichen Besuch, der uns wirklich die Augen öffnete

Nach fünf Jahren Ehe war die Frau meines Bruders immer noch eine Fremde für uns. Erst ein kürzlicher Besuch öffnete uns wirklich die Augen über sie.

Mein Bruder David war nach seinem Universitätsabschluss in eine andere Stadt gezogen und wollte im nächsten Jahr nach Hause zurückkehren, aber das Schicksal wollte es anders. Er lernte ein Mädchen kennen, sie beschlossen zu heiraten und für immer dort zu bleiben. Aufgrund bestimmter Umstände war ich nicht in der Lage, an ihrer Hochzeit teilzunehmen; nur meine Mutter hatte die Gelegenheit, seine Frau kennen zu lernen.

Die Jahre vergingen, und wir hatten nie die Gelegenheit, sie zu besuchen. Doch in diesem Jahr erzählte uns mein Bruder von ihrer mehrtägigen Reise, die auch einen zweitägigen Zwischenstopp bei uns vorsah. Ich war optimistisch und bereit, sie in unserer kleinen Wohnung oder alternativ im Haus meiner Verwandten willkommen zu heißen. Die Aufregung schlug schnell in Enttäuschung um, und zwar ab dem Moment, als ich meine Schwägerin am Bahnhof begrüßte. Sie fing an, sich über die Straße zu beschweren und war offensichtlich mit allem unzufrieden.

Bei der Ankunft im Haus setzte sich ihre Missbilligung fort, da sie eine unangemessene Abneigung gegen die Dusche und die Toilette zeigte. Ihre ständigen Beschwerden veranlassten meinen Bruder, seine Entscheidung zu ändern, dass sie nun doch bei uns übernachten würden. Mein Mann und ich waren von ihrem Verhalten überrascht. Als wir nach Hause zurückkehrten, war sie sehr wählerisch, wenn es ums Essen ging, und lehnte die meisten der Mahlzeiten ab, die wir sorgfältig für sie zubereitet hatten. Ihre Vorlieben schienen sich ausschließlich um Gemüse zu drehen, und selbst dieses betrachtete sie mit Argwohn.

Als ob das nicht schon genug wäre, benahm sie sich bei unserem Spaziergang durch die Stadt am nächsten Tag wie ein verwöhntes Kind. Ich konnte es kaum erwarten, mich von ihnen zu verabschieden und sie zum Bahnhof zurückzufahren. Ich konnte nicht verstehen, wie mein Bruder es fünf Jahre lang mit ihr ausgehalten hatte, während ihr wahres Gesicht nach nur zwei Tagen bei uns zum Vorschein kam.

 

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