Eine verrückte Frau verfolgte meinen Sohn und wartete sogar die ganze Nacht vor dem Haus auf ihn.

Monica war mit ihrem Sohn im Zug unterwegs. Mit dem Kopf auf ihrer Schulter schlief er langsam ein. Monica bemerkte eine Frau, die ihnen gegenüber saß und ihren Sohn aufmerksam anstarrte. Die Frau war etwa 30 Jahre alt, blass, hatte zerzaustes Haar und trug einen weiten Mantel. Sie lehnte sich vor und starrte das Kind an, ohne zu blinzeln. Monica fühlte sich unwohl und sah sich in dem Abteil um. Leider war es nur spärlich bevölkert, nur ein paar ältere Frauen, und die herannahende Dunkelheit draußen machte die Atmosphäre unheimlich. Die Frau starrte den Jungen weiter an, was seine Mutter beunruhigte. Als sie ihr Ziel erreichten, sammelte sie ihren Sohn eilig ein und ging zum Ausgang, während die fremde Frau ihr folgte. Auf dem überfüllten Bahnhof gelang es ihnen, sie abzuhängen.

Doch die Frau holte sie bald ein und ergriff die Hand ihres Sohnes. Der Junge rief nach seiner Mutter, aber es waren keine Polizeibeamten in der Nähe und die Passanten schienen der Situation gleichgültig gegenüberzustehen. Monica ergriff die andere Hand ihres Sohnes und zog ihn an sich, und es gelang ihnen, zum Bus zu flüchten. Obwohl der Bus überfüllt war, konnte Monica das Gefühl nicht loswerden, von einer Frau beobachtet zu werden. Als sie ihr Ziel erreicht hatte, lief sie mit ihrem Sohn nach Hause, schloss die Tür und brachte ihn ins Bett. Als sie aus dem Fenster schaute, sah sie die Frau vor ihrem Haus stehen. Ihre Absichten und Beweggründe blieben unklar.

Am nächsten Morgen bemerkte Monica, dass die Frau auf einer Bank vor ihrem Haus saß. Da sie die Belästigung nicht länger ertragen konnte, beschloss sie, mit ihr zu sprechen. Sie warnte die Frau, dass sie notfalls die Polizei rufen würde. Die Frau behauptete jedoch, der Junge erinnere sie an ihren Sohn, den sie nicht hatte großziehen dürfen. Sie erzählte eine herzzerreißende Geschichte von Ablehnung durch ihre Familie und von Misshandlungen, die dazu führten, dass sie in einer psychiatrischen Klinik untergebracht wurde. Das anhaltende und emotional instabile Verhalten der Frau machte Monica Sorgen, aber es gelang ihr, sie zu überreden, mit dem Bus zu fahren.

Aus Angst, dass die Frau zurückkehren könnte, beschloss Monica, für eine Woche eine andere Wohnung zu mieten, um sich und ihren Sohn vor einer möglichen Gefahr zu schützen.

 

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