Saras Vater beschloss, seine Tochter wie einen Jungen zu erziehen. Da Sara inmitten von Jungen aufwuchs, fühlte sie sich wie ein Junge, und ihre Eltern scherzten oft über ihren weiblichen Namen. Sie bevorzugte ein jungenhaftes Aussehen, trug Jeans und weite T-Shirts, und ihr Haar war immer zurückgebunden. Wenn nicht jemand ihren langen Pferdeschwanz verfilzt hätte, wäre er nie auf die Idee gekommen, sie sei ein Mädchen. Trotz dieser Erziehung entwickelte sich Sarah während ihres Studiums zu einer kultivierten und reifen jungen Frau.
Eines Tages wurde sie zu einer Geburtstagsfeier einer Freundin eingeladen; ihre Mutter zögerte, sie gehen zu lassen. Es war schon spät. Schließlich lenkte sie ein, weil Sara versprach, den ganzen Abend über mit ihr in Kontakt zu bleiben. Sara trug ein rotes Minikleid und zierliche Stilettos und sah umwerfend feminin aus. Als ihr Vater sie sah, konnte er die Tränen nicht zurückhalten, denn er hatte sie sich immer als starken Mann und nicht als zartes Mädchen vorgestellt.
Auf dem Heimweg von einer Party geriet Sara in eine gefährliche Situation mit drei betrunkenen Männern. Bevor sie ihr etwas antun konnten, kam ihr ein unerwarteter Held zu Hilfe – ein großer Mann, der etwas in der Hand hielt, das wie ein Schläger aussah. Die potenziellen Angreifer flüchteten, als sie ihn sahen, und Sara war erleichtert und ihrem Retter Robert dankbar.
Robert und Sara lernten sich kennen und gingen bald miteinander aus. Sie heirateten schließlich. Sara wurde Sportlehrerin, während Robert eine angesehene Position im Energiesektor bekleidete. Ihre Liebesgeschichte war von gegenseitigem Respekt und Verständnis geprägt. Sie bekamen eine Tochter, und obwohl Robert traditionelle Vorstellungen von Weiblichkeit vertrat, wollte er doch, dass seine Tochter zu einer starken, selbstbewussten Frau heranwächst. Seine Frau war bereit, dieses Erziehungsmuster zu teilen, und Sarahs Vater fand in Robert schließlich den Sohn, von dem er geträumt hatte.