Gestern Abend war ich zu Hause, kochte das Abendessen und passte auf meinen 3-jährigen Sohn auf, während ich auf die Rückkehr meines Mannes von der Arbeit wartete. Plötzlich klingelte es an der Tür, und mein Bruder stand mit seinem 6-jährigen Sohn und einer Tüte mit Obst vor der Tür. Er bat mich, auf sein Kind aufzupassen, da sie zu Besuch eingeladen worden waren. Ich sagte gerne zu, denn ich weiß, dass mein Sohn gerne Zeit mit seinem Cousin verbringt.
Der Abend neigte sich dem Ende zu und mein Bruder und seine Frau kamen nicht zur vereinbarten Zeit zurück. Ich versuchte, sie anzurufen, und jedes Mal versicherten sie mir, dass sie bald da sein würden. Doch es vergingen Stunden, und sie waren immer noch nicht da. Ich beschloss, die Kinder ins Bett zu bringen, da es schon spät war. Später ging es meinem Sohn nicht gut, und ich musste einen Krankenwagen rufen. Die Ärzte empfahlen, ihn ins Krankenhaus zu bringen. Ich versuchte erneut, meinen Bruder und seine Frau zu erreichen, aber sie gingen nicht ans Telefon.
In dieser schwierigen Situation musste ich mich an eine freundliche und zuverlässige Nachbarin wenden, die sich täglich um die Kinder kümmerte. Sie erklärte sich bereit, sich um meinen Neffen zu kümmern. Ich verbrachte die Nacht mit meinem Sohn im Krankenhaus.
Am nächsten Morgen kam mein Bruder, um meinen Sohn abzuholen.
Ein paar Tage später traf ich die Frau meines Bruders in einem Geschäft. Zu meiner Überraschung griff sie mich wütend an und beschuldigte mich, ihr Kind bei einem Fremden zu lassen. Sie erhob ihre Stimme und wurde feindselig. Ich versuchte, ihr die Situation zu erklären, aber sie war wütend und verlangte, dass ich das Geld, das sie unserer Nachbarin für ihre Dienste gegeben hatte, zurückzahle. Sie weigerte sich, die Kosten selbst zu tragen und schrie weiter. Schließlich warnte sie mich, dass sie die Polizei einschalten würde. Ich bin enttäuscht, denn manchmal wird ein Akt der Freundlichkeit nicht immer erkannt oder gewürdigt.