Maria saß in der Küche. Sie schaute auf die Teppiche, die ihr keine Freude mehr machten. „Er hat nichts verstanden“, dachte sie. Die Flecken auf den Teppichen waren wie Spuren in ihrem Herzen. Sie erinnerte sich an die Zeiten, als sie jung waren. Sie hatten ein Haus gebaut, von einer Holzküche, Teppichen und einem Samowar geträumt. Sie glaubte, die Küche würde das Glück zurückbringen. Aber das tat sie nicht.

— Paul, wie läuft es auf der Arbeit? Alles in Ordnung?
— Wie immer, ganz normal.

— Paul, komm zum Abendessen. Ich habe deine Lieblingspierogi gemacht.
— Ich will nicht, ich habe keinen Hunger.

— Paul, warum bist du so? Ich habe auf dich gewartet, nicht allein gegessen.
— Hör zu, Maria, bist du ein kleines Kind? Kannst du nicht allein essen? Du gehst mir auf die Nerven!
— Paul, reg dich nicht auf…
— Paul hier, Paul da! Ich kann dich nicht mehr hören! Kannst du nicht einmal schweigen? Du erdrückst mich mit deinem „Paul“! Ich habe eine andere, verstehst du? Ich verlasse dich.
— Du gehst? Hast du gut darüber nachgedacht? Es gibt keinen Weg zurück.
— Zähl nicht darauf.

Paul ließ seine schmutzigen Schuhe im Flur stehen, holte seinen Rucksack heraus und begann, seine Sachen zu packen. Maria schwieg und stand an der Tür. Als er ging und schwarze Spuren auf den Teppichen hinterließ, setzte sie sich in der Mitte der Küche auf den Boden, sah die Flecken an und weinte lautlos.

***
Paul ging durchs Dorf und dachte nach. Tat er das Richtige? Sie hatten 25 Jahre zusammengelebt. Ihr Sohn, ein Soldat, war erwachsen und weit weg. Würde er ihn verstehen? Aber alles war vorbei. Es gab nichts mehr, nicht einmal Respekt. Maria schwieg, wie immer. Wenn sie wenigstens einmal explodiert, etwas zerbrochen hätte. Aber nein. Und Stella? Sie war ganz anders. Jung, modern, entschlossen. Sie hatte auch einen guten Job. Bei ihr fühlte er sich jünger. Keine alten Teppiche, keine Samoware, keine Suppen oder Pierogi.

„Es war richtig, dass ich gegangen bin. Jetzt wird alles anders“, redete sich Paul ein.

***
Maria saß in der Küche. Sie schaute auf die Teppiche, die ihr keine Freude mehr machten. „Er hat nichts verstanden“, dachte sie. Die Flecken auf den Teppichen waren wie Spuren in ihrem Herzen. Sie erinnerte sich an die Zeiten, als sie jung waren. Sie hatten ein Haus gebaut, von einer Holzküche, Teppichen und einem Samowar geträumt. Sie glaubte, die Küche würde das Glück zurückbringen. Aber das tat sie nicht.

Paul war in Stella verliebt. Das ganze Dorf wusste es. Und Maria schwieg. Die Leute sagten: „Du bist dumm! Halte durch!“ Und sie hielt durch.

***
Ein paar Monate später kehrte Paul zu Maria zurück:
— Maria, das Haus muss geteilt werden.
— Geteilt? Mit der Säge oder mit der Axt?
— Maria, denk nach! Wir verkaufen es.
— Nein. Ich gebe mein Haus nicht an fremde Leute.
— Dann kauf meinen Anteil.
— Gut. Wo ich hingehe, ist nicht deine Sache.

Maria kaufte Pauls Anteil. Eine Woche später stieg sie in den Bus zur Kreisstadt. Sie zog zu ihrem Sohn und kaufte dort ein kleines Haus am Stadtrand.

***
Paul freute sich über die neue Küche. Stella hatte alle „alten Sachen“ weggeschmissen. Die Küche war modern, aber fremd. Paul vermisste die Wärme der Holzmöbel und den Samowar.

Eines Tages öffnete er einen Schrank und sah Leere. Packungen mit Instantnudeln… Kein Getreide, keine Vorräte. Wie in seinem Herzen – leer. Paul ging auf die Veranda, setzte sich und hielt seinen Kopf in den Händen.

„Was für ein Narr ich bin… Nichts wird jemals wieder so sein wie früher“, dachte er.

Alles war verloren. Nicht einmal das verkaufte Haus würde das Glück zurückbringen, das er mit Maria hatte.

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