Heute, vor 2 Jahren habe ich angefangen, meinen Koffer zu packen. Meinen und den des Babys. Ich habe einen Autositz im Auto installiert. Ich schnappte mir einen Wärmer in einer winzigen Größe. Ich fuhr zum Gericht, um die Vormundschaftsgenehmigung abzuholen.
Ein paar Stunden später war ich auf dem Weg zum Zimmer meines Sohnes. Es war der Tag unseres Wiedersehens. Die ganze Woche über war ich jeweils 60 Kilometer zu ihm und zurück nach Hause gefahren. Eine ganze lange Woche.
Er war damals noch sehr klein. Ich habe Eric immer auf den Bauch gelegt und geträumt, dass er in mir liegt. Als ob er mein eigener wäre. Das muss er auch gedacht haben. In diesen Momenten war er ruhig und gelassen.
Diejenigen, die Kinder adoptiert haben, nennen es Storchentag. Als ihre Familie einen neuen, lang ersehnten Bewohner bekam, waren alle glücklich. Die Eltern hatten nun einen Sinn für das Leben und das Kind hatte Eltern. Es hatte Hoffnung auf ein normales Leben.
Bei mir dauerte es einige Monate, bis ich meine Tochter als meine eigene Tochter empfand und sie akzeptierte. Bei meinem Sohn ging es viel schneller. Sehr schnell hatte ich einen Platz in meinem Herzen für ihn gefunden. Und so war es auch bei mir zu Hause. Ich kann immer noch nicht verstehen, wie seine Mutter so eine Entscheidung treffen konnte, wie sie ihn aufgeben konnte? Und sie hat ihren Sohn nicht einmal angeschaut. Wenn sie ihn wenigstens einmal angesehen hätte, wäre vielleicht alles anders gekommen. Es war unmöglich, ihn nicht zu lieben. Er war wahrscheinlich für mich bestimmt. Er war für mich bestimmt.
Ich nenne ihn ein Wunderkind. Er hat Charisma. Möge er glücklich aufwachsen. Mein Eric. Ich habe die große Ehre, deine Mutter zu sein.