Mein Mann wollte zu mir und den Kindern wegen des Geldes zurückkehren.
Ich heiratete mit 18 Jahren. Mein Ehemann, Peter, war 20 Jahre älter als ich. Seine Freundlichkeit zog mich an, er sprach freundlich, und ich verliebte mich einfach. Ein Jahr später wurde unsere Tochter Anja geboren, und dann unser Sohn Karl.
Peter unterstützte mich in allem. Mit seiner Hilfe stand ich auf eigenen Beinen und schloss mein Studium ab. Als unser jüngster Sohn drei Jahre alt war, packte mein Mann seine Sachen und verschwand für immer aus unserem Leben.
Lange weinte ich und hatte keine Ahnung, wie ich allein mit zwei Kindern klarkommen sollte. Ich hatte keinerlei Unterstützung, also konnte ich nicht arbeiten. Der Unterhalt betrug 100 Euro, wie sollte ich davon leben? Dann kam meine Tochter in die Schule und mein Sohn bekam einen Platz im Kindergarten. Endlich konnte ich arbeiten gehen.
Dann tauchte mein Mann wieder auf, bat um Verzeihung und wollte nach Hause zurückkehren. Doch ich sagte ihm damals:
– Wir haben gelernt, ohne dich zu leben. Du hast kein einziges Mal an die Kinder gedacht, und jetzt entschuldigst du dich? Geh weg und komm nicht mehr in unser Leben zurück.
Einen Monat später verklagte er mich, in der Hoffnung, die Kinder zurückzugewinnen, verlor jedoch den Prozess. Anja und Karl blieben bei mir.
Ein halbes Jahr später erfuhr ich, warum mein Mann sich versöhnen wollte. Sein Vater hatte ein Testament für unsere Kinder gemacht, und Peter ging leer aus. Jetzt ist alles vorbei, aber ich erinnere mich noch daran, wie es war, mit meinen Kindern ein Stück Brot zu teilen und wochenlang zu hungern.