“Du warst zwei Jahre lang in Elternzeit, jetzt bin ich dran”. – sagte mein Mann zu mir.

Als die Zeit gekommen war, brachten die Eltern ihren kleinen Sohn in den Kindergarten. Die Mutter ging fast sofort zur Arbeit.

Die Frau beschloss, wieder zu arbeiten, nachdem das Kind aufgezogen war. Sie wartete nicht bis zum Ende ihres Erziehungsurlaubs und entschied sich, ins Büro zurückzukehren. Viele Mütter werden sie verstehen, denn wenn man sich ein paar Jahre lang nur um den Haushalt und das Baby gekümmert hat, möchte man auch so schnell wie möglich wieder arbeiten gehen.

Die Situation war so, dass der Familienvater um diese Zeit seinen Job verlor. Die Chefs zwangen den Mann zu kündigen, so dass es offiziell keine Entlassung und damit auch keine Abfindung gab.

Jeden Tag, wenn sie nach Hause kommt, sieht sie ihren Mann vor dem Fernseher liegen. Der Mann macht weder Hausarbeit, noch versucht er zu kochen. Während sie auf ihren ersten Gehaltsscheck bei der Arbeit wartete, fragte die Frau ihren Mann, wann er sich nach einem neuen Job umsehen würde. Die Antwort war unerwartet: Der Mann hat nicht nur noch nicht mit der Suche begonnen, er hat auch nicht vor, dies in naher Zukunft zu tun.

Zur Empörung der Frau antwortete der Ehemann, dass sie das Recht habe, ein Jahr Urlaub zu nehmen und zu Hause zu bleiben, da sie zuvor zwei Jahre lang in Elternzeit gewesen sei. Dem Ehemann zufolge hatte sich die Frau zwei Jahre lang ausgeruht und ein glückliches Leben geführt. Während er für die Familie gearbeitet habe, sei er nun an der Reihe gewesen, zumal ihr Urlaub zwei Jahre gedauert habe und er nur ein Jahr Pause machen wolle.

Der Mann ist von der Richtigkeit seiner Position überzeugt und versucht gar nicht erst, an seinen Arbeitsplatz zurückzukehren.

 

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