Die Mutter hatte einen bestimmten Geldbetrag auf der Bank. Philip wusste davon und kam zu ihr, um sie zu sehen.

-Ich weiß noch nicht, wie man viel Geld verdient! Aber ich habe einige Ideen! – sagte Philip, während er seine Suppe aß und so tat, als ginge es ihm gut, aber die Tränensäcke unter seinen Augen verrieten verräterisch das Gegenteil.

Die Mutter seufzte und sah ihren Sohn an. Wann wird er endlich zur Vernunft kommen und zur Arbeit gehen? Sie gab ihm einen kleinen Geldbetrag, damit er nicht verhungerte, und lud ihn zum Abendessen ein.

– Du solltest dir einen Job suchen, das ist nicht schwer und du wirst etwas Geld verdienen.
– Ich habe keinen normalen Job! Ich will kein Taxifahrer sein, ich will nicht in eine Fabrik gehen, und weißt du, wie viel sie den Ingenieuren im Büro zahlen? Das ist Quatsch, davon kann man nicht leben.
– Was wirst du dann tun?

– Na ja, vielleicht werde ich bald ein Unternehmen gründen. Ich versuche, mich selbst kennen zu lernen, damit ich weiß, was für ein Unternehmen ich gründen kann.

Philip besuchte sie wieder und wieder, Monat für Monat.

Als die alte Dame kein Geld mehr auf ihrem Konto hatte, fiel dem klügsten Sohn nichts Besseres ein, als von seiner Mutter zu verlangen, einen Kredit aufzunehmen. Er hatte Probleme mit Schulden und Schuldeneintreibern, aber Mama würde das Geld auf jeden Fall bekommen. Er bestand darauf. Er forderte. Er hat geschrien. Er gab seiner Mutter die Schuld. Sie gab nach und nahm den Kredit an. Philip war glücklich.

Vier Monate später ging ihm wieder das Geld aus. Der Mann wusste nicht, was er tun sollte, und erkannte, dass er ein dummes Spiel mit dem Schicksal spielte und keine Chance hatte zu gewinnen.

 

Viele Männer tappen in diese Falle. Sie heißt “Ich will nichts tun”.

Der Kern ist einfach: Ein Mann kann so talentiert und klug sein, wie er will, aber anstatt hier und jetzt Geld zu verdienen, sitzt er da und wartet, bis ihm eine brillante und leicht umzusetzende Geschäftsidee in den Sinn kommt oder bis er einen hochbezahlten und unbedingt (unterstrichen) interessanten Job findet.

Die Fantasie ist so süß, dass sie einen Menschen schnell und zuverlässig in ihren Bann zieht. Mehr noch, die Fantasie infiziert die Menschen in seiner Umgebung – Ehefrau, Mutter, Verwandte – so stark mit ihrem Glauben, dass sie den Mann mit Geld und der Hoffnung füttern, dass er irgendwann Geld verdienen wird. Und nach ein paar Jahren oder früher werden sie nüchtern und erkennen, dass das alles nur ein naives Märchen ist.

Dann beginnt der schmerzhafteste Teil – das Erkennen der Wahrheit. Kein Geld, kein Job, keine Vorstellung von sich selbst. Es ist schlimm, es tut weh, es ist traurig. Entweder man trinkt und wird depressiv, oder man sammelt Kraft und beginnt zu arbeiten.

 

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