Ich wohne in einem Dorf, das so überfüllt ist, dass es fast keine Straßen mehr gibt. Es gibt nur eine Schule, und die wurde geschlossen. Jetzt gibt es fast keine Kinder mehr in unserem Dorf. Die jungen Leute sind in die Stadt gezogen, weil es dort Arbeit gibt. Nur die ältere Generation ist übrig geblieben.
Aber vor kurzem ist eine seltsame alte Dame in unser Dorf gezogen. Am Tag ihrer Ankunft ging die alte Dame durch das Dorf, als ob sie genau wüsste, wohin sie gehen muss. Unsere neue Dorfbewohnerin verhielt sich ziemlich seltsam: Sie sah sich ständig um. Außerdem trug sie einen Hahn bei sich. Dieser Anblick löste bei allen, die ihn sahen, Entsetzen aus. Ich war gerade dabei, den Laden zu verlassen und bemerkte sie.
Das Aussehen meiner Großmutter war jedoch nicht lange ein Geheimnis, und die Nachbarn erzählten mir alles. In dem Haus, in das die Fremde gegangen war, hatte schon lange niemand mehr gewohnt, und es stand seit vielen Jahren leer. Ihr Erscheinen löste bei den Dorfbewohnern große Beunruhigung aus. Was hatte sie dazu bewogen, an einen so weit entfernten Ort zu kommen? Unser Dorfvorsteher musste zu ihr gehen und es herausfinden.
Es stellte sich heraus, dass der Name der Großmutter Marta war. Ihre Tante lebte vor langer Zeit in diesem Dorf, aber sie hatte keine Kinder, und als Marta jung war, besuchte sie oft, sodass sie sich an die Straße erinnert. Die ältere Frau lebte mit ihren Eltern sehr weit weg. Sie war nicht auf gut Glück hierhergekommen. Marthas Haus war morsch und schlaff, was zu einem Gasleck führte, und plötzlich ging etwas schief und das Haus brannte ab. Es war gut, dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause war. Aber die alte Dame war nun völlig obdachlos, und da sich ihre Scheune in der Nähe des Hauses befand, griff das Feuer auch auf sie über. All ihr Geflügel und ihr Vieh starben, und nur ihr Hahn blieb übrig. Marta konnte ihn nicht sich selbst überlassen.
Als sie ihre Geschichte erzählte, weinte die neue Bewohnerin unseres Dorfes bitterlich. Wir hatten Mitleid mit ihr und begannen, ihr auf jede erdenkliche Weise zu helfen.