Erst nach der Hochzeit begann die Schwiegertochter, ihre andere Mutter schlecht zu behandeln. Der Grund dafür war, dass die Schwiegermutter keinen Beitrag zur Hochzeit geleistet hatte. Der einzige Trost war, dass sie nicht zusammen wohnten, denn Veronikas Eltern schenkten dem jungen Paar großzügig eine Dreizimmerwohnung. Marks Mutter schenkte ihnen nur das übliche Geschirr. Außerdem kam sie nicht einmal zur Hochzeit, da sie sich krank meldete. Veronika war insgeheim erleichtert über ihre Abwesenheit.
Das Familienleben verlief friedlich, bis Anna krank wurde und nicht mehr allein im Dorf leben konnte. Obwohl Veronika eigentlich nicht wollte, dass ihre Schwiegermutter bei ihnen lebt, gab es keine andere Möglichkeit. Anna versuchte, bei der Hausarbeit zu helfen, was Veronika aber nur noch mehr ärgerte. Sie missbilligte alles, was ihre Schwiegermutter tat. Es war klar, dass Anna sich nicht wohl fühlte. Schließlich, als sie sich ein wenig erholt hatte, beschloss sie, in ihr Haus zurückzukehren. Veronika hoffte, dass sich das Leben wieder normalisieren würde, aber es kam zu einer Tragödie. Marek erkrankte und konnte leider nicht mehr gerettet werden.
Veronika erlebte in dieser Zeit großes Leid und erfuhr dann, dass sie schwanger war. In dieser schwierigen Zeit erhielt sie viel Unterstützung von der Mutter ihres Mannes. Der Verlust ihres einzigen Sohnes war für sie sehr schwer, aber sie war für ihre Schwiegertochter da und half ihr auf jede erdenkliche Weise. Sie tröstete sie und erinnerte Veronica daran, dass das Leben weitergehen muss und dass sie die Hoffnung nicht verlieren darf. Das Mädchen fühlte sich verloren und unsicher, weil sie ein Kind allein großziehen musste. Doch mit der Unterstützung ihrer Schwiegermutter schien die Situation nicht mehr so düster und hoffnungslos zu sein. Langsam aber sicher ging es aufwärts, und dann wurde eine wunderbare Tochter geboren.
Ein Jahr später lernte Veronica einen wunderbaren Mann kennen. Aber auch dann vergaß sie ihre Schwiegermutter nicht und besuchte sie oft mit ihrer Tochter.