Manchmal frage ich mich, wie Menschen Freundlichkeit erwidern.
Als ich jung war, hatte ich großes Mitleid mit der älteren Generation. Ich sah sie als alt, verlassen und unerwünscht an, und ich konnte mir nicht einmal vorstellen, dass ich eines Tages so sein würde.
Meine Frau verstarb, als meine Töchter 10 und 5 Jahre alt waren. Für mich stellte sich die Welt auf den Kopf. Es gab niemanden, der mir helfen konnte: Meine Eltern waren schon lange verstorben, und ich wollte nicht wieder heiraten, weil ich meine verstorbene Frau so sehr liebte. Ich musste mir alles selbst beibringen. Ich war nun für die Familie und den Haushalt verantwortlich. Meine Töchter waren meiner Meinung nach noch zu jung, um sich mit der Hausarbeit zu beschäftigen. Vielleicht war das mein Fehler. Ich hatte so viel zu tun, dass ich nicht auf die Rückenschmerzen achtete, die ich von Zeit zu Zeit hatte.
Ich hatte keine Zeit, um krank zu sein, denn wen sollte ich meinen Töchtern zur Pflege überlassen? Später machten sie ihren Schulabschluss und gingen an die Universität. Um ihr Studium zu finanzieren, musste ich ins Ausland gehen und dort 14-16 Stunden am Tag arbeiten, mit einem Tag frei.
Wenn ich nach Hause kam und mich ein paar Tage ausruhen konnte, kam es vor, dass ich einfach nicht aus dem Bett kam. Aber ich hatte keine Zeit, mich hinzulegen, ich musste wieder arbeiten gehen, um Geld zu verdienen. Also bat ich eine Krankenschwester, die ich kannte, mich mit ein paar Spritzen wieder in Form zu bringen. Nachdem sie mir eine weitere Spritze gegeben hatte, sagte mir meine Klassenkameradin Liga, dass ich eines Tages mit meiner Gesundheit spielen würde und dass es das Beste sei, sich behandeln zu lassen. Die Gesundheit ist wichtiger als Geld. Aber ich konnte es nicht tun, weil meine Töchter noch studierten und ich für ihre Ausbildung aufkommen musste.
Als meine Töchter ihren Abschluss machten, konnte ich aufatmen und beschloss, eine Pause einzulegen. Aber meine älteste Tochter Emma wollte heiraten und brauchte eine Wohnung. Ich erklärte meiner Tochter, dass ich im Moment nicht arbeiten gehen könne, weil ich meinen Rücken behandeln müsse. Sie schien das nicht zu verstehen und war sehr wütend auf mich. Meine Tochter musste mit ihrem Mann in eine Mietwohnung ziehen. Mit meiner jüngeren Tochter verhält es sich genauso.
Jetzt bin ich schon im Rentenalter und habe sehr große gesundheitliche Probleme, ich lebe allein von meiner Rente. Meine Töchter besuchen mich selten und helfen mir nicht.
Sie sagen, sie seien wütend auf mich, weil ich ihnen keine Wohnung zur Verfügung stelle. Ich glaube, wenn ich noch in meinem Beruf arbeiten würde, wäre ich bettlägerig.