Die Nachbarn begannen, ihre Elektrogeräte zur Reparatur in meine Werkstatt zu bringen. Wenn die Arbeit erledigt war, bedankten sie sich und gingen. Und ich brachte es einfach nicht übers Herz, sie zur Kasse zu bitten. Das ging so weiter, bis ein Nachbar mich mit seiner Unverschämtheit ärgerte

Schon als Kind habe ich gerne verschiedene Elektrogeräte repariert. Ich hatte einen Laden auf dem Markt und brachte Geräte zur Reparatur dorthin, damit ich Geld verdienen konnte. Jeder in unserer kleinen Stadt kannte mich, und ich hatte viele Kunden. Aber später beschloss ich, meinen Arbeitsplatz nach Hause zu verlegen, weil das für mich bequemer war. Das hat sich als ziemlich gute Idee erwiesen, denn ich habe viele verschiedene Werkzeuge zu Hause und muss keine Zeit mit Reisen verbringen.

Ich richtete meinen Arbeitsplatz in der Sommerküche ein. Das war nicht so weit weg, und die Kunden konnten ihre Geräte bequem zur Reparatur bringen.

Und die Nachbarn waren froh, dass sie nicht mehr so weit laufen mussten, um ihre Geräte zur Reparatur zu bringen. Es kam ihnen jedoch nie in den Sinn, dass sie für meine Arbeit bezahlen mussten. Sie begannen, als Nachbarn bei mir vorbeizukommen und ihre Geräte zur Reparatur zu bringen. Wenn die Arbeit erledigt war, bedankten sie sich und gingen wieder. Und ich hatte einfach keine Worte, um ihnen etwas zu sagen. Das ging so weiter, bis ein Nachbar mich mit seiner Unverschämtheit ärgerte.

David kam in letzter Zeit oft zu mir und begann, meine Freundlichkeit auszunutzen. Manchmal bat er mich sogar, zu seinem Haus zu kommen, um seine Waschmaschine oder Mikrowelle zu reparieren. Natürlich hat er mir nie etwas zurückgegeben.

– Was für ein Segen, so einen guten Nachbarn zu haben. Sie sind so nett, dass Sie mir nichts berechnen”, sagte David wiederholt.

Ich war sprachlos über seine Unverschämtheit.

Und letzte Woche wurde er noch unverschämter. Er bat mich, zum Haus seiner Tochter in einer anderen Stadt zu fahren, um ihren Kühlschrank zu reparieren, und deutete an, dass er mich nicht bezahlen würde, weil ich ihm als Nachbarin helfen sollte. Und dann brach ich durch:

– “Vielleicht komme ich zu dir und kaufe vier Dutzend Eier, einen Sack Kartoffeln und eine Kiste Äpfel, und ich bezahle dir nichts. “Du kannst doch nicht von deinem eigenen Geld nehmen, oder?”, antwortete ich David mit hoher Stimme.

Nach diesen Worten zeigte ich meinem unverschämten Nachbarn die Preisliste meiner Dienstleistungen, erzählte ihm, wie viele Kunden ich seinetwegen verloren hatte, und erklärte ihm unmissverständlich, dass ich in Zukunft von meinen Kunden denselben Betrag verlangen würde wie von allen anderen.

Daraufhin verziehe ich dem unverschämten Nachbarn und den anderen Schmarotzern, und mein Einkommen stieg und ich wurde entspannter.

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