Meine Frau und ich sind seit fünf Jahren zusammen. 2 Jahre davon waren wir zusammen, die restliche Zeit waren wir verheiratet.
Eines Tages machten wir ein Picknick mit Freunden und Maria vergaß ihr Telefon zu Hause und bat mich, es zu holen, während sie im Auto wartete. Als ich das Telefon in die Hand nahm, sah ich, dass meine Frau eine SMS erhalten hatte: “Heute um 19.00 Uhr”. Der Adressat war unbekannt. Ich fühlte mich kalt. Schweigend gab ich meiner Frau das Telefon zurück und sagte nichts über die Nachricht, die ich gesehen hatte.
Ich war schlecht gelaunt und verbrachte den Tag mit Nachdenken. Was fehlt meiner Frau in unserer Beziehung? Wie kann sie einen Nebenbuhler haben? Was ist mit unseren Versprechen vom Hochzeitstag? Bedeuten sie denn gar nichts? So etwas würde ich nie tun. Aber warum verheimlicht Maria die Tatsache, dass sie sich mit jemandem trifft, vor mir, sie hätte es mir direkt sagen müssen, anstatt mich zu quälen.
Meine Freunde fragten mich immer wieder, was passiert ist. Ich schwieg, und wenn sie nachfragten, sagte ich ihnen, dass ich nicht gut geschlafen hatte.
In meiner Fantasie sah ich immer wieder Bilder von meiner Frau, die mich mit einem anderen Mann betrog. Ich konnte mich nicht konzentrieren, und als wir nach Hause fuhren, bat ich Maria, zu fahren. Es fiel mir schwer zu fahren, ich hatte Angst, dass ich wegen meiner Unaufmerksamkeit in Schwierigkeiten geraten würde. Maria war überrascht, willigte aber ein und setzte sich hinter das Steuer.
Als wir zu Hause ankamen, war es bereits 18.58 Uhr, und meine Frau sagte, sie müsse kurz herausgehen. Ich fragte sie, wohin sie gehen würde, und Maria sagte, es sei eine Überraschung. Ich setzte mich auf das Sofa und wartete ab, was als Nächstes passieren würde. Eine Minute kam mir wie Stunden vor, die Stille bedrückte mich und ich freute mich auf die Ankunft von Maria. Meine Gedanken kreisten darum, wie ich die Scheidung von meiner Frau verkraften würde, was ich tun würde und wen ich um Hilfe bitten würde.
Schließlich öffnete sich die Wohnungstür und Maria kam mit einer großen Schachtel in der Hand herein, die eine kleine Öffnung hatte. Meine Frau sagte:
– Hier, dieses Geschenk ist für dich, ich weiß, wie sehr du es dir gewünscht hast.
Ich öffnete die Schachtel und ein Augenpaar schaute mich an. Es war ein Schäferhundwelpe. Er war so süß und warm, dass ich fast geweint hätte.
– Ist es das, was heute Abend um 19 Uhr passieren sollte? – fragte ich. “Ich habe die SMS auf deinem Handy-Display gesehen und schon das Schlimmste befürchtet.
– Du hättest mit mir darüber reden können, anstatt es für dich zu behalten”, sagte Maria und umarmte mich ganz fest.