Meine Eltern haben meine Hochzeit organisiert, ohne mich nach meiner Meinung zu fragen!

Ich bin in einer großen Familie auf dem Land aufgewachsen, als zweitältestes von zehn Kindern. Von klein auf musste ich zahlreiche Aufgaben im Haushalt übernehmen, darunter Kochen, Wäsche waschen, auf meine jüngeren Geschwister aufpassen, im Garten arbeiten und das Vieh hüten. Ich war erschöpft von dieser Verantwortung und schlief oft ein, ohne mein Kopfkissen zu berühren. Als ich volljährig wurde, begannen meine Eltern, mich zur Heirat zu drängen, da sie mich als zusätzliches Maul” betrachteten, das sie besser verheiraten sollten.

Sie ignorierten meine Meinung und arrangierten meine Heirat mit einem siebenundzwanzigjährigen Mann namens Peter, der mit seiner gelähmten Großmutter in der Stadt lebte. Nach der Hochzeit zog ich bei ihnen ein und stellte fest, dass sich mein Leben nicht verändert hatte, außer dass ich mich jetzt um seine Großmutter kümmerte und nicht mehr um meine Geschwister. Peter wurde der Ernährer, aber er behandelte mich schlecht, schrie mich ständig an und beschimpfte mich grundlos. Leider starb seine Großmutter sechs Monate später, und wir beide waren allein.

Ich beschmutzte bald meine Tochter und dann meinen Sohn. Während die Tochter mir Liebe entgegenbrachte, übernahm der Sohn die grausame Haltung seines Vaters mir gegenüber. Trotz der schwierigen Umstände fand ich Trost in einem Hobby, das ich aus dem Fernsehen kannte: Kerzen zu Hause herstellen. Ich beschloss, daraus ein kleines Unternehmen zu machen und investierte meine Ersparnisse in die notwendige Ausrüstung. Peter kritisierte mein Vorhaben, aber meine Kerzen wurden beliebt und ich begann, mein eigenes Geld zu verdienen.

Die Zeit verging, meine Kinder wurden erwachsen, meine Tochter zeigte mir weiterhin Zuneigung, während mein Sohn das abweisende Verhalten seines Vaters nachahmte. Mein Kerzengeschäft florierte, und ich häufte Ersparnisse an. Als Peter anfing, sich über mich lustig zu machen, weil ich einen schrecklichen Rock gekauft hatte, wachte ich endlich auf. Mir wurde klar, dass ich genug hatte.

Zu diesem Zeitpunkt waren meine Kinder schon über 30 und ich noch nicht über 50. Ich legte meine Ersparnisse an, mietete eine Wohnung, reichte die Scheidung ein und baute mein Unternehmen weiter aus. Ich wollte in Frieden leben. Hinter meiner Entscheidung steckte keine Feindseligkeit, nur der Wunsch nach einem besseren Leben.

 

Leave a Reply

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!: