Bei dem feierlichen Abendessen nach dem Tod unseres Vaters überraschte das Verhalten meines Bruders Robert alle.
Er hatte mehr als fünfzehn Jahre lang im Ausland gearbeitet und war in dieser Zeit nur zweimal nach Hause gekommen, und nun, am neunten Tag nach dem Tod meines Vaters, kam er plötzlich zurück.
Robert sah ängstlich aus, wollte wissen, wo bestimmte Dinge waren, und durchwühlte das Haus unserer Eltern.
Alle waren überrascht, dass er schon lange weg war. Monica , meine Schwester, kümmerte sich um meinen Vater und meine Mutter. Es stellte sich heraus, dass Robert nicht zurückgekommen war, um sich von seinem Vater zu verabschieden, sondern um etwas zu finden. Sein Verhalten überraschte Monica, die dachte, er sei gekommen, um sie in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen.
Robert tauchte jedoch auf, um das Eigentum an verschiedenen Dingen in Frage zu stellen und behauptete, dass ihm alles zustehe. Er zeigte Formulare vor und behauptete, seine Eltern hätten ihm vor zwanzig Jahren ihr gesamtes Vermögen geschenkt. Er machte Monica ein schlechtes Gewissen und unterstellte ihr, sie wolle sein Haus übernehmen. Verzweifelt und weinend verließ Monica schließlich das Haus, gefolgt von anderen, die von Roberts Verhalten ebenso beunruhigt waren.
Trotz der Spannungen blieb Robert noch eine weitere Woche und sicherte das Haus mit neuen Schlössern und Gittern an allen Türen und Fenstern, bevor er zu seiner Frau zurückkehrte. Einige Zeit später teilte uns Roberts Nachbarin die beunruhigende Nachricht mit, dass Robert ernsthaft erkrankt sei und die Prognose nicht gut sei. Sein Gesundheitszustand würde sich allmählich verschlechtern. Da seine Frau dies wusste, drängte sie ihn, nach Hause zurückzukehren, da sie ihn für eine Belastung hielt.
Doch Monica setzt sich unermüdlich für ihre Familie ein. Trotz des Schmerzes, den Robert ihr zugefügt hat, besteht sie darauf, dass er ihr Bruder ist und sie sich um ihn kümmern muss. Ihre Tochter hingegen befürchtet, dass Monica ihr Leben für ihren undankbaren Bruder opfern wird. Ihre Tochter stellt Monica vor eine schwierige Entscheidung und betont, wie wichtig es ist, Zeit mit ihr und ihren Enkelkindern zu verbringen, die ihre Großmutter sehr lieben.
Monica ist hin- und hergerissen zwischen dem Bedürfnis ihres Bruders und der Bitte ihrer Tochter. Sie hat Mitgefühl mit der Notlage ihres Bruders, erkennt aber gleichzeitig die Berechtigung des Standpunkts ihrer Tochter an. Die Entscheidung liegt ihr schwer auf dem Herzen und sie fragt sich, was das Beste für sie und ihre Familie ist.