Letztes Wochenende waren meine Frau und ich bei ihren Eltern zu einem Familienessen. Da kam es zu dem Missverständnis. Es begann wie immer, wir saßen um den Tisch herum und sprachen über verschiedene Dinge. Aber irgendwie lief alles auf die Tatsache hinaus, dass ich den Job wechseln sollte, dieses Thema wurde von meiner Frau angesprochen.
Das Thema war nicht ganz unberechtigt. Denn vor kurzem war die Frage aufgetaucht, ob wir neben dem Haus meiner Eltern ein Schwimmbad bauen sollten. Wir wollten diesen Plan schon lange verwirklichen, und erst in diesem Jahr beschloss meine Frau, dass es keinen Sinn hatte, noch länger zu warten.
Außerdem wollten wir das Auto noch vor dem Winter umbauen. Und für den Sommer planten wir eine Reise ans Meer, denn wir waren schon seit drei Jahren nicht mehr dort gewesen. Und in unserer Familie war ich die Einzige, die arbeitete.
Ich war mit dieser Regelung zufrieden (ich meine meinen Job, ich beschwere mich nicht). Aber das Unternehmen, für das ich arbeite, hat einige Schwierigkeiten, so dass einige Mitarbeiter entlassen wurden und die anderen ihr Gehalt auf unbestimmte Zeit gekürzt haben.
Daraufhin habe ich ihr klargemacht, dass wir zwar Ersparnisse haben, diese aber für einen bescheidenen Ausflug ans Meer und, falls es keine Preiserhöhung gibt, für ein Auto im günstigsten Paket, das wir in Betracht ziehen, ausreichen würden.
Sie wiederum gab dem Pool der Eltern den Vorrang vor unseren Plänen. Diese Haltung missfiel mir; das Gespräch endete damit, dass sie mir vorwarf, ich sei zu faul und nicht bereit, einen neuen Job zu finden, damit die Familie genug für alles hätte.
Das hat mir nicht gefallen. Alles in allem kann man sagen, dass wir in dieser Sache nie zu einem Kompromiss gekommen sind.
Und am Tisch wiederholte sich die gleiche Geschichte. Ich war nicht in der Lage, ruhig zu reagieren und sagte meiner Partnerin scharf, dass ihre Eltern bereits jeden Monat eine beträchtliche Hilfe von uns erhalten. In einem Anfall von Wut sagte ich, dass der ganze Tisch wahrscheinlich fast auf meine Kosten gedeckt wurde.
Das hätte ich nicht tun sollen, aber es gab kein Zurück mehr. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich saure Suppe auf meinem Teller, und damit begann meine Gattin ihre emotionale Rede. Sie war so beleidigt, dass ich viele interessante Dinge über mich erfuhr. Ich hörte mir das nicht lange an, sondern verließ schweigend das Lokal und ging nach Hause.
Dort sammelte ich die Habseligkeiten meiner Frau ein und trug sie zu ihren Eltern. Ich denke, dass meine Frau bei solchem Unsinn nicht solche Gespräche führen und sich so verhalten sollte, ich denke, das ist inakzeptabel. Jetzt, wo ich wieder zu Hause bin, fällt es mir schwer, an etwas zu denken. Alles in allem weiß ich nicht, was ich als nächstes tun soll.