Jungen aus der Nachbarschaft versuchten, den 10-jährigen Adam einzuschüchtern, aber ein Verteidiger kam noch rechtzeitig

Adams jüngerer Bruder war stark erkältet, und seine Mutter musste sich sogar von der Arbeit freinehmen, um sich um den vierjährigen Jungen zu kümmern, bis er in den Kindergarten gebracht werden konnte. Adam selbst kam auf dem Schulweg sehr gut zurecht und benötigte die Hilfe seiner Mutter nicht, aber die Frau bestand darauf, dass er auch zu Hause blieb, um seine Erkältung nicht auf seine Klassenkameraden zu übertragen, und außerdem brauchte sie jemanden, der im Notfall zu Hause bei dem Kleinen blieb. So konnte die Mutter in der Apotheke vorbeischauen, und manchmal schickte sie Adam mit einer Einkaufsliste in den Laden, worauf er sehr stolz war.

An einem Freitagabend kam er gerade mit seinen Einkäufen aus dem Supermarkt zurück, als sich die örtlichen Hooligans von der anderen Seite der Gasse auf ihn stürzten. Sie kannten Adam gut, er ging immer mit seiner Mutter, und auch auf den Spielplatz ging er nie allein, also klammerten sie sich an ihn, weil sie wussten, dass er nicht für sich selbst einstehen würde. Sie hänselten ihn, er sei ein Feigling und ein Muttersöhnchen. Sie fingen an, an seiner Tasche zu zerren, und der Größte von ihnen packte Adam an der Jacke und versuchte, ihn zu schütteln.

– Was macht ihr da? – Zeugin des Rowdytums war die dreizehnjährige Monica, die mit ihrem Vater im dritten Stock wohnte.

Sie war erst vor kurzem eingezogen, aber viele Leute versuchten, sich mit ihr anzufreunden, weil sie reich waren. Sie trugen die neuesten Klamotten, bestellten ständig etwas in Restaurants, und ihr Vater hatte das teuerste Auto, das coolste auf dem ganzen Hof.

Monica stieß die Jungen weg und versteckte Adam hinter sich. Sie konnten sich nicht gegen das Mädchen wehren, und sie hatten Angst vor ihrem Vater, so dass sie sich sofort zerstreuten.

– Lass mich dir alles zeigen”, bot sie Adam an.

Gemeinsam gingen sie vor sein Haus, und Monica hinterließ ihm ihre Telefonnummer mit der Anweisung, sie anzurufen, falls eines der Nachbarskinder auf die Idee käme, ihm etwas anzutun. Und schon bald rief er an, aber nicht wegen der Tyrannen, sondern nur, um sich zu unterhalten. Als sein jüngerer Bruder wieder gesund war und Adam mit ihm spazieren gehen konnte, rief er immer Monica an. Auf diese Weise gewannen sie beide die Freundschaft, die ihnen fehlte.

 

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