Ich bemühe mich, die Tochter meines Mannes aus seiner ersten Ehe zu akzeptieren und fühle mich jetzt gefangen, da ich bereits schwanger bin. In meiner Verzweiflung habe ich einen raffinierten Plan ausgeheckt.

Als ich meinen Mann geheiratet habe, wusste ich, dass er eine Tochter aus einer früheren Ehe hat. Ihre Mutter ist nach Österreich gezogen und hat das Kind bei ihm zurückgelassen. Leider ist ihre Beziehung sehr angespannt, und die kleinen Geschenke, die ihre Mutter ihr schickt, machen sie keineswegs glücklich; sie sehnt sich nach der Nähe ihrer Mutter. Anfangs hat meine Stieftochter bei ihrer Großmutter, meiner Schwiegermutter, gewohnt, doch letztlich ist sie zu uns gezogen.

Ich habe gehofft, dass wir ein gutes Verhältnis zueinander finden würden, aber trotz aller Bemühungen konnte ich keine Verbindung zu ihr aufbauen. Sie sieht mich als Fremde und ignoriert meine Versuche, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Stattdessen versucht sie oft, mich zu beeinflussen und sucht Unterstützung bei ihrer Oma und bei meinem Mann, wenn sie ihren Willen nicht bekommt. Es frustriert mich sehr, dass von mir erwartet wird, dass ich für sie sorge und sie erziehe, obwohl ich gar nicht die nötige Autorität dafür besitze. Mein Mann und meine Schwiegermutter setzen ihr keine Grenzen und scheinen mein Problem nicht zu sehen, wodurch ich alleine mit ihrem unangemessenen Verhalten dastehe. Daraus ist sie ein verwöhntes, kaum zu kontrollierendes Kind geworden.

Da mein Mann viele Stunden arbeitet und meine Schwiegermutter nur kurz vorbeikommt, verbringe ich den Großteil der Zeit mit ihr. Ich fühle mich überfordert und wünsche mir, eine Pause einlegen zu können und mehr Zeit für mich oder meine Arbeit zu haben. Trotzdem werde ich dafür kritisiert, dass ich nicht sanft genug zu ihr bin, auch wenn ich mein Bestes versuche. Wenn der Druck auf mich nicht so groß wäre, hätten wir vielleicht tatsächlich eine bessere Beziehung führen können.

Inzwischen bedaure ich es, einen Mann mit einem Kind geheiratet zu haben, denn ihr Verhalten die Lethargie, die Unordnung schockiert mich immer wieder aufs Neue. Mir ist klar, ich werde niemals ihre Mutter ersetzen können und spüre, dass ich nie wirklich eine Bezugsperson für sie sein werde. Das Ganze hat sich noch mehr zugespitzt, seit ich schwanger bin jetzt gibt es kein Zurück mehr.

Ich habe mir einen Plan überlegt, wie ich sie dazu bringe, freiwillig zu ihrer Großmutter zu ziehen, da dies für mich die einzige Lösung scheint. Vielleicht kann das für uns beide ein gesünderer Weg sein. Am Ende wünsche ich mir einfach Frieden in meinem eigenen Zuhause und hoffe, dass sie bei ihrer Oma besser aufgehoben ist und wir alle ein wenig zur Ruhe kommen können.

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