Ein Mann verbirgt seine Überraschung und geht gelassen nach Hause.

Vasilius Iwanowitsch ließ sich nicht anmerken, dass er die Neuigkeit zum ersten Mal hörte. Er verabschiedete sich von der Nachbarin und machte sich gemächlich auf den Heimweg. Zuhause zog er seinen besten Anzug an und nahm den Umschlag mit dem Geld, den er schon lange für die Hochzeit seines einzigen Sohnes vorbereitet hatte.

Vasilius Petrowitsch war auf dem Weg zur Feier. Heute sollte das Kennenlernen der zukünftigen Verwandten stattfinden. Roman hatte ihm gesagt, wohin er fahren sollte, aber der Mann kannte die zweite Hälfte der Stadt kaum. Also machte er sich früh auf den Weg, um nicht zu spät zu kommen. Doch wie der Zufall es wollte, geriet der Bus in einen Stau. Das Warten dauerte lange und Vasilius Iwanowitsch erreichte das Ziel erst nach drei Stunden.

Im Restaurant saß nur Roman am Tisch. Er sagte, dass Veronikas Eltern sehr beschäftigte Menschen seien und nicht lange hätten warten können. Sie waren schon vor einer Stunde gegangen. Vasilius Iwanowitsch war betrübt, dass er den zukünftigen Verwandten Unannehmlichkeiten bereitet hatte. Die Zeit verging, der Sohn sprach nicht mehr über ein erneutes Treffen, und der Vater traute sich nicht zu fragen.

An einem Frühlingswochenende spazierte er im Park. Ihm begegnete eine ehemalige Nachbarin, eine bemerkenswerte Person. Sie wusste immer über alles und jeden Bescheid. Niemand wusste, woher sie ihre Informationen hatte. Doch wenn man sie nach Bekannten fragte, erzählte sie einem alle Neuigkeiten. Olga Antonowna sprach Vasilius Iwanowitsch als Erste an. Es stellte sich heraus, dass heute die Hochzeit seines Sohnes Roman sei, und er spazierte hier herum. Die Trauung im Standesamt fand um drei Uhr statt und die Feier im Restaurant um fünf Uhr abends. Warum machte sich der Mann noch immer nicht auf den Weg?

Vasilius Iwanowitsch ließ sich nicht anmerken, dass er die Neuigkeit zum ersten Mal hörte. Er verabschiedete sich von der ehemaligen Nachbarin und machte sich langsam auf den Heimweg. Zuhause zog er seinen besten Anzug an und nahm den Umschlag mit dem Geld, den er schon lange für die Hochzeit seines einzigen Sohnes vorbereitet hatte. Da seine Frau schon lange nicht mehr in dieser Welt war, musste er sich um alles selbst kümmern.

Er erreichte das Restaurant um acht Uhr abends. Die Feier war in vollem Gange. Vasilius Iwanowitsch ging zum Mikrofon und bat um eine Minute Aufmerksamkeit. Roman blickte verlegen auf seinen Vater, während Veronika seine Hand hielt und ihm etwas ins Ohr flüsterte. Die Worte des Vaters waren:

– Ich gratuliere dir, mein Sohn, und dir, Veronika, zu diesem besonderen Tag. Ab heute wird sich euer Leben ändern. Ihr werdet nun Hand in Hand durchs Leben gehen. Ich wünsche euch, dass ihr ein langes Leben miteinander verbringt, dass alle Sorgen euch meiden und die Freude euch stets begleitet. Ich wünsche euch, dass eure Kinder, wenn sie erwachsen sind, niemals vergessen, dass sie euch haben. Und dass sie jede Minute mit ihren Eltern schätzen, denn die gemeinsame Zeit ist nicht unendlich, irgendwann wird sie enden. Eine Träne lief über die Wange des Vaters.

Vasilius Iwanowitsch überreichte den Brautleuten das Geschenk, drehte sich um und ging weg. Veronika zog Roman zum Ausgang, dorthin, wo sein Vater hingegangen war. Sie eilten, denn Vasilius Iwanowitsch wollte gerade in den Bus steigen. Die Kinder baten den Vater um Verzeihung und luden ihn ein, zurückzukommen. Gemeinsam gingen sie zurück zur Feier. Der Schwiegervater kam, um sich vorzustellen, und entschuldigte sich ebenfalls für die Unannehmlichkeiten. Die Zeit verging. Vor dem Krankenhaus diskutierten die Verwandten lautstark über den Namen des Enkels, der heute geboren wurde.

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