Die Unhöflichkeit von Verwandten hat keine Grenzen

Manchmal kann ich manche Menschen nicht verstehen. Heutzutage gibt es so viele von ihnen. Jeder versucht, etwas mit den Händen eines anderen zu erreichen, ohne sich auch nur ein bisschen anzustrengen.

Schon als Kind wusste ich, dass ich ein schweres Schicksal vor mir hatte. Ich wuchs in einer armen Familie auf dem Land auf, ohne einen Vater. Meine Mutter sagte mir immer wieder, dass ich stark sein und nach einem besseren Leben streben müsse. Und das tat ich auch. Ich ging in der Stadt zur Schule und bekam einen guten Job. Dann lernte ich meinen Mann kennen und heiratete.

In den ersten drei Jahren mieteten wir eine Wohnung in der Hauptstadt. Dann haben wir uns dank harter Arbeit eine eigene Wohnung gekauft. Und dann ging es los – sogar meine Verwandten, die ich nie gesehen hatte, erinnerten sich an mich. Sie wollten alle zu Besuch kommen, in die Hauptstadt. Aber niemanden interessierte es, dass ich mein eigenes Leben hatte und auf niemanden wartete.

Und so rief mich meine Cousine an und bat mich, ihre Tochter für ein paar Wochen bei mir unterzubringen, bis sie an der Universität war und ein Wohnheim bekam. Ich hatte Mitleid mit ihr, schließlich war ich selbst in dieser Situation. Ich nahm sie bei mir auf.

Sie ging an die Universität, und seither sind zwei Monate vergangen, nicht Wochen. Ich begann meine Cousine zu fragen, wann ihre Tochter ausziehen würde. Und ich bekam die Antwort: “Tut sie dir nicht leid?”

Natürlich tut sie mir leid. Aber ich muss nicht fünf Jahre lang mit jemandem zusammenleben. Nach einer Woche habe ich sie rausgeworfen. Jetzt bin ich für alle meine Verwandten ein Feind, aber wenigstens habe ich meinen Seelenfrieden, denn ich lebe nur mit meinem Mann zusammen.

 

Leave a Reply

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!: