Als meine Tochter gesundheitliche Probleme hatte, konnte ich vor Sorge nicht schlafen.
Bei den Untersuchungen weinte sie sehr viel. Als wir schließlich ins Krankenhaus eingeliefert wurden, weil sie operiert werden sollte, dachte ich, ich würde vor Sorge und Angst um sie verrückt werden.
Wenige Minuten vor der Operation gab die Krankenschwester meiner Tochter eine Spritze, und das Kind begann mir zu sagen, dass es abends nach Hause gehen und Geschichten lesen wolle. Ich habe ihr dann gesagt, dass wir, wenn sie aus dem Krankenhaus kommt, in die Buchhandlung gehen und alle Märchen aussuchen, die sie mag!
Das Baby wurde in den Operationssaal gebracht und ich setzte mich hin, ich wollte lesen, um mich von der Operation abzulenken, aber ich blieb aufmerksam und bemerkte, dass zwei andere Babys in den Operationssaal gebracht worden waren und mein Baby noch nicht an mich übergeben worden war. Und dann begannen die Ärzte und das medizinische Personal herumzulaufen. Mein Herz schlug mir bis zum Hals, ich dachte nur noch daran, dass meiner Tochter etwas zugestoßen war. Als ich versuchte, jemanden vom medizinischen Personal zu fragen, hörte ich nur eine Antwort: “Die Operation ist im Gange!”.
Die beiden Kinder wurden zurückgebracht und meine Tochter war immer noch da. Ich saß wie auf Nadeln und eilte jedes Mal zur Tür, wenn sie sich öffnete, in der Hoffnung, meine Tochter oder wenigstens einen Arzt zu sehen, der mir alles erklären konnte.
Nach einer Weile kam der Arzt auf mich zu. Er erklärte mir, dass meine Tochter bewusstlos war, die Krankenschwester hatte ihr zu viel Narkosemittel gegeben, ihr Herz hatte während der Operation aufgehört zu schlagen. Sie haben sie wieder zum Leben erweckt, aber jetzt braucht sie Zeit, um sich zu erholen und aufzuwachen.
Die nächste Woche verbrachte ich wie im Rausch. Ich verließ kaum das Zimmer meiner Tochter und wartete darauf, dass sie endlich ihre strahlenden Augen öffnete.
Schließlich kam ihr zweiter Geburtstag – der schönste Tag meines Lebens! Genau eine Woche nach der Operation. Sie öffnete die Augen, drehte den Kopf und sagte mit einem Lächeln: “Mami”.
Nach diesem Ereignis begann ich meine Tochter noch mehr zu schätzen, denn ich hatte Angst, sie zu verlieren.
Jetzt ist meine Tochter fünfundzwanzig Jahre alt und hat vor kurzem mein Enkelkind zur Welt gebracht, und ich mache mir immer noch Sorgen um ihr Leben. Es scheint, dass mich diese Angst seither nicht verlassen hat.
Eltern, kümmert euch um eure Kinder und liebt sie, bestraft sie nicht für Kleinigkeiten, denn sie sind unser wertvollster Schatz!