Robert war 7 Jahre alt, als seine Eltern ihn in ein Waisenhaus schickten!

Die Entscheidung, den kleinen Robert in ein Waisenhaus zu geben, war für seine Eltern eine schwere Belastung. Ihnen war klar, dass sie nicht in der Lage sein würden, sich angemessen um ihre beiden Kinder zu kümmern, und so beschlossen sie, ihren jüngeren Sohn zu behalten. Seine Eltern versicherten Robert, dass sie ihn abholen würden, sobald sie die Mittel dazu hätten, und sagten ihm, er solle geduldig sein und im Waisenhaus warten.

In den ersten zwei Jahren besuchte ihn seine Familie oft, brachte ihm Süßigkeiten mit und nahm ihn manchmal übers Wochenende mit nach Hause. Als Robert jedoch zehn Jahre alt wurde, wurden diese Besuche seltener und hörten schließlich ganz auf. Zu diesem Zeitpunkt wurde ihm klar, dass er sich in dieser Welt nur auf sich selbst verlassen konnte. Angetrieben von seiner Intelligenz, begann er, seine Energie in die persönliche Entwicklung zu investieren.

Er trieb Sport, las wertvolle Bücher, suchte nach neuen Kontakten und widmete sich einem intensiven Studium. Ohne zu zögern, ergriff er jede Gelegenheit, die ihm das Schicksal bot. Nach dem Abitur besuchte er eine der renommiertesten Universitäten und wurde von seinen Lehrern für seinen Fleiß und seine Freundlichkeit gelobt. In seinem vierten Studienjahr wurde ihm daher ein Praktikum in einem erfolgreichen Unternehmen angeboten.

Sein Vorgesetzter erkannte von Anfang an Roberts Potenzial und sah für ihn eine große Zukunft in diesem Unternehmen. Innerhalb weniger Jahre wurde Robert in eine Führungsposition befördert. In dieser Zeit ereigneten sich wichtige Ereignisse.

Er erwähnte seine Eltern nie und versuchte, sie zu vergessen, so wie sie ihn vergessen hatten. Er widmete all seine freie Zeit der persönlichen Entwicklung. Seine Eltern beschlossen jedoch, wieder in sein Leben zu treten.

Dank ihrer Kontakte zu den Erziehern des Waisenhauses gelang es ihnen, ihn aufzuspüren. Sie baten ihn um Vergebung und Hilfe. Es stellte sich heraus, dass Roberts jüngerer Bruder in schlechte Gesellschaft geraten war, Schulden gemacht hatte und verschwunden war. Der ganzen Familie drohte aufgrund ihrer schwierigen finanziellen Lage die Zwangsräumung. Sie wandten sich an ihren älteren Sohn, in der Hoffnung, die Familie wieder zusammenführen zu können.

Doch die Rollen waren vertauscht. Statt eines kleinen Kindes, das sich nach Hause sehnte, waren es Eltern, die um Geld bettelten. Anstelle der Eltern, die seinen Gefühlen gegenüber gleichgültig waren, gab es einen entschlossenen Robert. Er verjagte sie nicht, sondern gab ihnen in aller Ruhe Geld, um ihre Schulden zu begleichen, und bat sie, nicht mehr in sein Leben zu kommen.

Seine Träume von einer sorglosen Kindheit in einer liebevollen Familie mit seinem jüngeren Bruder zerschlugen sich, als er seinen Geburtstag allein in einem Kinderheim feierte.

 

 

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