Ich bin Mutter von zwei wunderbaren Töchtern. Sie sind nur drei Jahre auseinander. Ich hatte noch nie Probleme oder Meinungsverschiedenheiten mit meiner jüngeren Tochter. Maria hilft mir immer und unterstützt mich in allem. Sie ist ein sensibles und freundliches Kind. Von meiner Tochter Kate hingegen kann man das nicht behaupten.
Ich frage mich oft, warum es so einen Unterschied zwischen den beiden gibt. Und obwohl sie beide so unterschiedlich sind, haben sie beide das erreicht, was sie erreichen wollten.
Mein Namenstag rückte näher. Traditionell trafen wir uns wie jedes Jahr in einem Haus außerhalb der Stadt.
Nach der Ankunft gab es erst ein Mittagessen, dann ein Abendessen. Wir hatten eine schöne Zeit zum Feiern. Am Morgen überlegten wir, was wir tun würden. Maria beschloss, den Keller aufzuräumen und einige Konserven mit nach Hause zu nehmen.
Keiner wollte Maria helfen. Ihr Mann zeigte nie den Wunsch, seiner Frau zu helfen. Er verbrachte die meiste Zeit am Telefon und löste seine eigenen Probleme. Maria wartete also nicht auf Hilfe und ging allein.
Ich beschloss daraufhin, mit Kate zu sprechen und sie zu bitten, ihrer Schwester zu helfen. Sie würde auch die Konserven mit nach Hause nehmen. Auch ihr Mann drängte sie, welche für sie zu besorgen. Aber Kate lachte nur, nahm einen Stift und Papier und begann aufzuschreiben, wie man Tomatenpüree macht.
– Sehen Sie sich das an. Das ist das Rezept. Nimm den Zettel und geh in den Garten, um zu ernten. In der Zwischenzeit gehst du Maria helfen.
– Was machst du denn da? Ich bin hierher gekommen, um mich zu erholen, nicht um den Keller zu putzen!
– Dann ist die Sache einfach: Du brauchst es nicht, ich brauche es nicht.
Meine Tochter drehte sich um und schaute weiter auf ihr Telefon. Ich bin vor Lachen fast umgefallen. Was für ein Temperament. Aber mein Schwiegersohn fand einen Ausweg aus der Situation:
– Lasst uns zusammen gehen, wir machen alles, dann geht es schneller.
Dann kamen Maria und Kate mit denselben gefüllten Taschen nach Hause. Nur dass Maria alles selbst machte, ohne die Hilfe ihres Mannes, mit ihrer Schwester teilte und sehr müde war. Und Kate tat so, als ob sie ihrem Mann einen Gefallen getan hätte.