Die Geschichte, wie ich eine schlechte Schwiegertochter wurde

Vor kurzem beschloss meine Schwiegermutter, ein Haus auf dem Lande zu kaufen.

Ich habe ein kleines Häuschen in meinem Heimatdorf, das ich von meiner Großmutter geerbt habe. Ich hatte nicht vor, es in ein Ferienhaus umzubauen.

Ich wollte alles renovieren und nach einiger Zeit dort einziehen. Ich hatte auch vor, unsere jetzige Wohnung zu vermieten und damit zusätzliches Geld zu verdienen. Aber mein Mann bat mich, das Haus seiner Mutter zu überlassen, damit sie dort Gemüse und Obst anbauen kann.

Ich stimmte zu und ließ sie anbauen. Aber ich wollte ihr das Haus nicht überlassen. Dafür gab es ohnehin keinen Grund. Also ließ ich Maria dort wohnen.

Mehr als einmal hörte ich, wie meine Schwiegermutter von einem eigenen Gewächshaus und Garten träumte. Sie liebt es zu gärtnern. Maria sagte immer, dass sie im Alter gerne auf dem Lande leben und saubere Luft atmen würde.

Ihre Schwiegermutter zog in das Haus ein, aber nach einer Weile gingen alle ihre Pläne in die Brüche. Die Pflanzen wuchsen schlecht und einige verdorrten ganz. Da beschloss ich, mit ihr zu sprechen. Ich glaube, es lag daran, dass sie sich schlecht um die Pflanzen kümmerte.

Und ich hatte Recht. Maria schien nichts zu tun. Es gab keinen Gemüsegarten, keinen Blumengarten, kein Gewächshaus auf dem Grundstück. Meine Empörung kannte keine Grenzen. Ich hatte meine Pläne den Launen meiner Schwiegermutter geopfert, und nun hatte ich dort ein völliges Chaos.

Noch am selben Tag packte Maria ihre Sachen und verließ das Haus.

Ich würde endlich in der Lage sein, dieses Haus in das Haus meiner Träume zu verwandeln.

Aber jetzt bin ich eine schlechte Schwiegertochter geworden, denn es stellt sich heraus, dass ich ihr das Haus erst geschenkt und dann weggenommen habe.

 

 

 

 

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